Die beliebtesten Lieblingssätze 2018

Hurra und Tusch, die Lieblingssätze des Jahres stehen fest: der spannendste Romananfang, die schönste Songzeile sowie die beliebtesten Fundstücke, die 2018 im Museum der schönen Sätze dokumentiert beziehungsweise auf Facebook diskutiert wurden. Die Platzierung ergibt sich aus den Bewertungen in den Social-Media-Kanälen und im Blog. Vielen Dank an dieser Stelle für das motivierende Feedback und den regen Austausch der Museumsbesucher, Facebook-Fans und Twitter-Follower. Auf ein neues Jahr voller inspirierender Wörterminiaturen!
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Lieblingsbücher 2018

Subjektiv. Unvollständig. Ehrlich. Hier die persönliche Top Ten meiner Lieblingsbücher, die ich 2018 gelesen habe. Einige davon haben es mit ihren ersten Sätzen ins Museum der schönen Sätze geschafft. Lesenswert sind sie alle. Sätze wie Bücher. Bonus: mein Fazit der Tom-Robbins-Festspiele „Robbins Reloaded 17/18“.

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Lieblingsplatten 2018

Subjektiv. Unvollständig. Ehrlich. Hier die persönliche Top Ten mit meinen Lieblingsplatten 2018. Einige Künstler sind mit ihren Songzeilen im Museum der schönen Sätze vertreten. Hörenswert sind sie alle. Sätze wie Platten.

  1. Isolation Berlin: Vergifte dich
  2. QTY: QTY
  3. Nic Cester: Sugar Rush
  4. Taskete!: Taskete!
  5. The Kooks: Let’s Go Sunshine
  6. Jack White: Boarding House Reach
  7. Arctic Monkeys: Tranquility Base Hotel & Casino
  8. Smashing Pumpkins: Shiny And Oh So Bright, Vol. 1 LP: No Past. No Future. No Sun.
  9. Tom Odell: Jubilee Road
  10. Muse: Simulation Theory

Lustigste Überraschung: Art Brut: Wham! Bang! Pow! Let’s Rock Out!
Schönstes Weihnachtsalbum: Claudia Koreck: Weihnachtsplatte

Ohnemusenküsse

„Wir saßen draußen auf den Feldern in der Sonne wie zwei Spatzen oben auf einer Telefonleitung, durch die nur angenehme Gespräche laufen.“

Günter Ohnemus: „Oh, But California“ in „Die letzten großen Ferien“. Maro, 1993

Die Spatzen sollten es längst von den Telefonleitungen pfeifen: Bei der hübschen Indiebookchallenge geht es darum, in jeder Woche des Jahres ein Buch aus einem unabhängigen Verlag zu lesen. Als ich gefragt wurde, die Patenschaft für eine Woche zu übernehmen, zögerte ich keine Sekunde, schlichtweg, weil ich ein großes Herz für die Kleinen habe. Mein Motto für die Woche von 4. August 2018 an lautet: „Lies ein Buch mit einer Illustration auf dem Umschlag.“ Et voilà, meine Empfehlung ist die Kurzgeschichtensammlung „Die letzten großen Ferien“ (Maro, 1993) von Günter Ohnemus.

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Glücksgift

„Ich zerlatsch den Tag stundenlang im Park, fahrig und verwirrt, bis es dunkel wird.“

Isolation Berlin: „Serotonin“, auf Vergifte dich (Staatsakt 2018)

Den Namen Tobias Bamborschke sollte man sich merken. Er schreibt Songs mit perlenden Texten, Gedichte mit glücksgiftigen Zeilen. Als wollte Peter Doherty Charles Bukowski nacheifern, musengeküsst im Suff, rhythmisch, derb, lyrisch frei, geht er den Weg des wütenden Romantikers beim exzessiven Scheitern. Bamborschke war es, der mich zu einem Plädoyer für mehr Poesie im Pop inspiriert hat, das unter dem Titel Pferde stehlen mit Helene in der Süddeutschen Zeitung erschienen ist.