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Schwärmen übers Schwätzen

„Da wurde einer umgebracht, was an sich schon blöd genug ist.“

Verena Roßbacher: Schwätzen und Schlachten. KiWi, 2014.

Verena Roßbacher hat ihr zweites Buch veröffentlicht, und erneut mischt die junge Österreicherin die Spickzettel mit den Regeln des Romanschreibens so wild durcheinander, dass die darauf notierten Gedankenstützen ins Taumeln geraten, sich aufeinander übergeben, infolgedessen auf den Papieren nichts mehr zu entziffern ist, weshalb sich die Autorin aufs Improvisieren verlassen muss. Das Ergebnis ist ein experimentelles Wortfest auf 631 Seiten, zerstückelt in 139 (!) Kapitel, an dem auch die Schriftstellerin und ihr Lektor Olaf teilnehmen, indem sie sich regelmäßig in die Handlung hineinschieben und über die Begehrlichkeiten des „lieben Lesers“ streiten. Weiterlesen