Unfassbare Satzlosigkeit

Aus: Martin Walser „Statt etwas oder Der letzte Rank“. Rowohlt, 2017.

Aus: Martin Walser „Statt etwas oder Der letzte Rank“. Rowohlt, 2017.
Am Ende des Regenbogens beginnen die Probleme.
(erster Satz aus Bernhard Blöchl: Im Regen erwartet niemand, dass dir die Sonne aus dem Hintern scheint, Piper 2017)
Das Museum der schönen Sätze freut sich, vermelden zu dürfen, dass der zweite Roman seines Kurators Bernhard Blöchl soeben erschienen ist. Sein Name: Im Regen erwartet niemand, dass dir die Sonne aus dem Hintern scheint (Piper). Die frühsommerliche Roadnovel ist eine Tragikomödie über die verpassten Chancen des Lebens und seine wetterwendischen Launen. Eine verspielte Carpe-diem-Variation mit multiplen Enden. Eine Hymne auf Schottland, auf Wuppertal und nicht zuletzt: auf die große Liebe.
Er will nichts mehr vom Leben. Sie will alles. Knoppke sucht Einsamkeit. Sam sucht Gesellschaft. Trotzdem fahren sie gemeinsam in die Highlands. Dort finden sie vieles, nur nichts von dem, was sie erwartet haben … Weiterlesen

Aus der Süddeutschen Zeitung vom 3.2.2017: Michael Zirnstein über Willy Astor.
„Vertrauen ist gut, Kontrolle für Besserwisser.“
Annen May Kantereit: „3. Stock“ (2:25), auf Alles nix Konkretes (2015).
Klar, die Stimme, ohne die wären Annen May Kantereit nur talentierte Straßenmusiker aus Köln-Sülz, deren Freude an Rumpelrock für Altbaumädchen mindestens ansteckend ist. Mit der Stimme von Henning May jedoch, dieser einlullenden, rezeptfreien Überdroge, hat sich das deutsche Indie-Wunder bis zum Erstplatzierten der Album-Charts hochgebrummt. Die Stimme klingt nach Whiskeykater und Zigarettenmief, nach Kneipenmarathon und Liebesleid, nach verpassten Chancen und den Furchen des Lebens. Nach all dem klingt diese Stimme, nur nach einem klingt sie nicht: nach Anfang zwanzig. Weiterlesen
Hurra und Tusch, die Lieblingssätze des Jahres stehen fest: der beste Romananfang und die besten Fundstücke, die 2016 im Museum der schönen Sätze dokumentiert beziehungsweise auf Facebook diskutiert wurden. Die Platzierung ergibt sich aus den Bewertungen in den Social-Media-Kanälen und im Blog. Vielen Dank an dieser Stelle für das motivierende Feedback und den regen Austausch der Museumsbesucher, Facebook-Fans und Twitter-Follower. Auf ein neues Jahr voller inspirierender Wörterminiaturen!
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Subjektiv. Unvollständig. Ehrlich. Hier die persönliche Top Ten meiner Lieblingsbücher, die ich 2016 gelesen habe. Einige davon haben es mit ihren ersten Sätzen ins Museum der schönen Sätze geschafft. Lesenswert sind sie alle. Sätze wie Bücher.

Außer Konkurrenz, gleichwohl die größten Herzensangelegenheiten: die Buchveröffentlichungen meiner Liebsten:
Subjektiv. Unvollständig. Ehrlich. Hier die persönliche Top Ten mit meinen Lieblingsplatten 2016. Einige Künstler sind mit ihren Songzeilen im Museum der schönen Sätze vertreten. Hörenswert sind sie alle. Sätze wie Platten.
In memoriam Leonard Cohen, David Bowie, Prince, George Michael, Roger Cicero.
In der Sammlung „Lieblingsgäste“ kommen die Besucher zu Wort und präsentieren ihre Lieblingssätze aus Literatur und Pop. Im 38. Teil stellt Theresa Hein ihre Favoriten vor – eine feine, mitunter nostalgische, sehr amerikanische Mischung, die John Irving, Bob Dylan und den Film „Harold And Maude“ vereint. Theresa ist Journalistin aus München, die sich sehr für Kultur und spannende Menschen begeistert. Warum sie bei den „Lieblingsgästen“ mitgemacht hat? Sie sagt: „Schöne Sätze sind was tolles und ich mag diesen Blog.“ Danke dafür, und wir mögen deinen Beitrag!

Hurra, die geschätzten Kollegen mögen Lieblingssaetze.de! Die Freie Presse in Chemnitz hat mit dem Kurator Bernhard Blöchl vor kurzem ein seitengroßes Interview geführt. In dem schönen, verschmitzten und kritischen E-Mail-Austausch mit Katharina Leuoth geht es um die Essenz brillanter Textanfänge, die Entstehung des Museums und um ärgerliche Schreibfehler. Den ersten Satz meines kommenden zweiten Romans hat mir die Redakteurin ebenfalls entlockt.
Hurra, Lieblingssaetze.de wird fünf! Ein Fest der schönen Sätze. Zeit für eine kleine Zwischenbilanz, und die kann sich sehen lassen, wie ich finde. Danke an alle Besucher, Lieblingsgäste und Medienpartner. Weiterlesen