Gretchenfrage
„Als Gretchen Morgenthau aufwachte, fiel ihr der Himmel auf den Kopf und es fehlte nicht viel, da wäre Gott gleich mitgefallen.“
Einzlkind: Gretchen. Verlag Klaus Bittermann, 2013.
Ein Killersatz. Schon wieder. Wie schon bei Harold, dem Debüt der Pseudonym-Edelfeder mit dem Rechtschreibfehler im Namen, liest man weiter. Todsicher. Es gibt ohnehin viele Parallelen zwischen den beiden Romanperlen. Erneut lässt Einzlkind einen alten (die fiktive und überaus exquisite Theaterlegende Gretchen Morgenthau) auf einen jungen Protagonisten (den liebeshungrigen und einfach gestrickten Insel-Teenager Kyell) treffen, die sich gegenseitig inspirieren. Wieder ist die Thementüte des Schriftstellers gefüllt mit den Sujets England, Reisen, Streben und Sterben. Das Beste aber ist: Wieder lässt er den sprachverliebten Leser staunen über geniale Sätze und blitzgescheite Gedanken.
Der Autor, über den man noch immer nicht viel weiß (außer, dass er lebt und sein Vorname vielleicht betamax ist), erzählt auch seine zweite schrullige Lebenskomödie mit so viel Sprachgefühl und Situationskomik, dass es eine wahre Freude ist. Ein Killersatz jagt den anderen. Aber das hatten wir bereits.
Die Gretchenfrage bleibt: Wer ist dieses Genie?
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In der Sammlung „Lieblingsgäste“ kommen die Besucher zu Wort und präsentieren ihre Lieblingssätze aus Literatur und Pop. Im zehnten Teil präsentiert uns Carola Wolff starke Zeilen von starken Frauen. Sehr unterschiedlichen Frauen: Carrie Fisher, Trude Herr, Mae West. Aber auch Wolffs eigene Schöpfungen entwickeln einen kräftigen Sog: Ihren ersten Roman hat die Berliner Autorin mit den Wörtern begonnen:
In der Sammlung „Lieblingsgäste“ kommen die Besucher zu Wort und präsentieren ihre Lieblingssätze aus Literatur und Pop. Im neunten Teil entführt uns Gianna Reich in eine gelassene Welt in Rosa. Die Bloggerin studiert Germanistik und Kulturwissenschaft und liest teilweise bis zu fünf Bücher parallel. Gianna Reich hat eine Schwäche für deutschsprachige Popmusik und schwärmt von Simone de Beauvoir, Finn-Ole Heinrich und Paulo Coelho.
In der Sammlung „Lieblingsgäste“ kommen die Besucher zu Wort und präsentieren ihre Lieblingssätze aus Literatur und Pop. Im achten Teil entführt uns Heike Pohl in eine unheilige Zauberwelt. Die Journalistin und Bloggerin hat eine Schwäche für Thomas Mann und die Wortkraft von Dorothy Parker. Musikalisch lässt sie sich von Adele und Pink inspirieren. Derzeit schreibt die Redakteurin aus Schleswig-Holstein an ihrem eigenen Roman, den sie mit einem Zitat von Robert Gernhardt eröffnen möchte.
In der Sammlung „Lieblingsgäste“ kommen die Besucher zu Wort und präsentieren ihre Lieblingssätze aus Literatur und Pop. Im siebten Teil stellt uns Elisabeth Dietz ihre persönlichen Inspirationsquellen vor. Die Autorin und Redakteurin mag es kafkaesk und hört gerne Tocotronic und The Cat Empire. Sie selbst skizziert sich so: „Ich vertiefe mich in Bücher, knicke ihre Ecken um, kippe Kaffee zwischen ihre Seiten und schreibe über sie.“